Die Bedingungssätze im Englischen
2.410 Lückentext-Übungen in 5 Formen
Fünf Muster, um zu sagen, was von was abhängt. Jedes legt die Zeitform in beiden Satzhälften fest.
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Die Gestalt jedes Bedingungssatzes
Zwei Hälften. Eine nennt eine Bedingung, die andere, was daraus folgt:
If it rains, we’ll stay in.
Jede Hälfte kann zuerst kommen. Steht die if-Hälfte vorn, trennt ein Komma; steht sie hinten, kein Komma:
We’ll stay in if it rains.
Die Regel, die alle fünf beherrscht
Will und would stehen nie im if-Satz. Welcher Typ auch — die Zeitform in der if-Hälfte liegt einen Schritt weiter zurück, als du erwarten würdest:
- echte Zukunft → Präsens: If it rains…
- irreale Gegenwart → Vergangenheit: If I had time…
- irreale Vergangenheit → Past Perfect: If she had asked…
Wer das richtig macht, verliert die meisten Fehler in diesem Thema.
Welchen nehmen
Stelle zwei Fragen: ist das echt, und wann ist das?
- Immer wahr? → Typ 0. If you heat ice, it melts.
- Könnte wirklich passieren? → Typ 1. If I finish early, I’ll call you.
- Jetzt nicht wahr, oder unwahrscheinlich? → Typ 2. If I spoke Japanese, I’d apply.
- Schon vorbei, nicht änderbar? → Typ 3. If we had left earlier, we’d have caught it.
- Grund vergangen, Folge jetzt? → gemischt. If I hadn’t missed the train, I’d be home by now.
unless, as long as, provided that
Unless heißt wenn nicht und nimmt dieselben Zeitformen:
I won’t go unless you come with me.
As long as, provided that und in case funktionieren genauso. Keines nimmt will.
were statt was
Im Typ 2 nimmt formelles Englisch were für jedes Subjekt:
If I were you, I’d wait.
If I was you ist im Gespräch häufig, aber were ist, was Prüfungen erwarten, und die Wendung if I were you steht fest.
Wo es für Deutschsprachige schiefgeht
Hier liegt dein größter Vorteil im ganzen englischen Formenbau — und genau daraus wächst der häufigste Fehler.
Der Vorteil: du hast den Konjunktiv II. Englisch baut seine irrealen Sätze mit Formen, die nur wie Vergangenheiten aussehen. Deutsch hat dafür einen echten Modus, und die Entsprechung ist fast wörtlich:
| Deutsch | Englisch |
|---|---|
| Wenn ich Zeit hätte, würde ich helfen | If I had time, I would help |
| Wenn ich du wäre | If I were you |
| Wenn sie gelernt hätte, hätte sie bestanden | If she had studied, she would have passed |
| Wenn ich den Job angenommen hätte, wäre ich jetzt dort | If I had taken the job, I would be there now |
hätte → had, wäre → were, würde → would. Lernende ohne Konjunktiv müssen sich das als Formenlehre einprägen; du kannst es übersetzen.
Der Fehler: «würde» im if-Satz. Gesprochenes Deutsch erlaubt «Wenn ich Zeit haben würde» und «Wenn ich das gewusst haben würde». Englisch erlaubt das nie. If I would have time und If I would have known sind beide falsch — und sie sind die häufigsten Fehler deutscher Lernender in diesem Thema, weil der deutsche Satz daneben völlig normal klingt.
Die Regel ohne Ausnahme: in der if-Hälfte nie would. Dort steht had. Das would gehört in die andere Hälfte.
«wenn» ist if und when zugleich. Deutsch benutzt ein Wort für drei englische:
- Bedingung → if: «Wenn es regnet, bleiben wir drinnen» → If it rains…
- jedes Mal → when oder whenever: «Wenn es regnet, bleibe ich drinnen» → When it rains…
- einmal in der Vergangenheit → when: «Als ich ankam» → When I arrived
Bei als hilft dir das Deutsche; zwischen den ersten beiden musst du entscheiden, ob du eine Bedingung meinst oder eine Regelmäßigkeit.
Die Wortstellung im Hauptsatz dreht sich nicht. Das ist ein Fehler, der nur Deutschsprachigen passiert. Deutsch stellt nach einem vorangestellten Nebensatz das Verb nach vorn: «Wenn es regnet, bleiben wir drinnen». Englisch nicht: If it rains, we will stay in. If it rains, will we stay in ist eine Frage, keine Aussage.
Das Komma setzt Englisch nur in einer Richtung. Deutsch trennt immer: «Wir bleiben drinnen**,** wenn es regnet». Englisch setzt kein Komma, wenn die if-Hälfte hinten steht: We’ll stay in if it rains.
Kein will im if-Satz — das hast du schon. «Wenn es regnet» steht im Deutschen auch im Präsens, nicht «wenn es regnen wird». Der erste Fehler oben ist für dich untypisch.
Alle Formen
| Typ | If-Satz | Hauptsatz | Wofür |
|---|---|---|---|
| Typ 0 | If you heat water | it boils | was immer gilt |
| Typ 1 | If it rains | we will stay in | eine echte Möglichkeit |
| Typ 2 | If I had time | I would help | irreal oder unwahrscheinlich |
| Typ 3 | If she had asked | I would have helped | die Vergangenheit, nicht änderbar |
| gemischt | If she had asked | I would be there now | Grund vergangen, Folge jetzt |
Fehler, die du vermeiden solltest
Falsch: If it will rain, we will stay in. richtig: If it rains, we will stay in.
Will steht nie im if-Satz. Das Präsens trägt die Zukunftsbedeutung.
Falsch: If I would have known, I would have called. richtig: If I had known, I would have called.
Der if-Satz im Typ 3 nimmt had plus dritte Form, nicht would have.
Falsch: If she had studied, she would passed. richtig: If she had studied, she would have passed.
Die Folgehälfte braucht would have plus dritte Form.