Grammatikübungen

Die Zukunft mit to be going to

1.850 Lückentext-Übungen in 4 Formen

Für Pläne, die du schon gemacht hast, und für Vorhersagen, die du kommen sehen kannst. Die Form von be ändert sich; going to nie.

Wähle eine Form zum Üben

Wann du es brauchst

Zwei Aufgaben, und sie fühlen sich recht verschieden an:

going to oder will

Der Unterschied liegt darin, woher die Zukunft kommt.

going towill
die Entscheidungfiel vor dem Sprechenfällt beim Sprechen
die Vorhersageberuht auf Anzeichenberuht auf Meinung

I*’m going to** call her tonight.* — stand auf meiner Liste. The phone is ringing. I*’ll** get it.* — in dieser Sekunde entschieden.

She*’s going to** have a baby.* — man sieht es. I think she*’ll** be a good manager.* — man glaubt es.

In sehr vielen Sätzen geht beides, und niemandem fällt es auf. Wirklich wehtut der Unterschied nur bei der spontanen Entscheidung, wo going to falsch klingt.

Und das Present Continuous

Eine dritte Form deckt Verabredungen ab, die mit jemandem festgemacht sind — eine abgesprochene Zeit, eine Buchung:

We are meeting the architect on Tuesday.

Die drei teilen sich also so auf: will für den Gedanken jetzt, going to für die Absicht, das Present Continuous für die Verabredung.

Bei Bewegungsverben wird going to go und going to come meist ohnehin zum Present Continuous verkürzt: We are going to Spain statt we are going to go to Spain.

gonna

Im Gesprochenen wird going to sehr oft zu gonna. Das ist im Gespräch und in Liedtexten normal und in geschriebener Sprache unpassend — auch in einer Prüfung.

Wo es für Deutschsprachige schiefgeht

Deutsch hat für diese Form überhaupt keine Entsprechung, und deshalb wird sie von deutschen Lernenden am meisten unterbenutzt. Dabei gibt es zwei deutsche Wendungen, die genau darauf passen.

«wollen» im Sinne von vorhaben ist going to, nicht will. Das ist die Umkehrung des berühmten falschen Freundes, und sie ist nützlich:

DeutschEnglisch
Ich will morgen anrufen (Absicht)I’m going to call tomorrow
Ich habe vor, das Haus zu verkaufenI’m going to sell the house
Das Telefon klingelt — ich geh ranThe phone’s ringing — I’ll get it

Also: wo du im Deutschen «ich will» oder «ich habe vor» sagst, steht im Englischen going to. Wo die Entscheidung erst im Sprechen fällt, steht will. Dass I will nicht «ich will» heißt, bedeutet umgekehrt, dass «ich will» oft I’m going to heißt.

«wollte» ist genau was going to. «Ich wollte dich anrufen, aber der Akku war leer» → I was going to call you, but the battery died. Dieselbe Bedeutung, derselbe Bau mit angehängtem Grund. Das ist die nützlichste Einzelzuordnung auf dieser Seite, weil der Satz im Alltag ständig vorkommt.

Das be fällt weg, weil im Deutschen nichts dafür steht. «Sie ruft dich an» hat ein Verb, She is going to call you hat drei Teile. Der erste Fehler oben ist der häufigste deutsche auf dieser Seite.

Deutsch nimmt für beide Aufgaben das Präsens. «Wir streichen die Küche neu» und «Schau mal, es regnet gleich» sind Absicht und Vorhersage, beide im Präsens. Englisch kann das nicht: We repaint the kitchen und Look, it rains sind falsch.

Bei Bewegungsverben hilft dir das Deutsche. «Wir fahren nach Spanien» wird im Englischen zum Present Continuous: We are going to Spain. Nicht We are going to go to Spain — das sagt zwar niemand falsch, klingt aber umständlich.

Alle Formen

SubjektBejahtVerneintFrage
II am going to goI'm not going to goAm I going to go?
you, we, theyyou are going to goyou aren't going to goAre you going to go?
he, she, ithe is going to gohe isn't going to goIs he going to go?

Fehler, die du vermeiden solltest

Falsch: She going to call you. richtig: She is going to call you.

Die Form von be gehört zur Struktur und darf nicht wegfallen.

Falsch: I am going to buying a car. richtig: I am going to buy a car.

Nach going to kommt die Grundform.

Falsch: They are going to go to be late. richtig: They are going to be late.

Going to ist die Struktur; das Verb danach ist das eigentliche Verb.