Grammatikübungen

Das Future Simple mit will

2.010 Lückentext-Übungen in 4 Formen

Eine Form für jedes Subjekt. Will steht für Vorhersagen, Angebote und Entscheidungen, die im Moment des Sprechens fallen.

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Wann du es brauchst

will oder going to

Beide zeigen in die Zukunft; sie unterscheiden sich darin, woher die Zukunft kommt.

will — der Gedanke entsteht, während du sprichst, oder du vermutest:

I think it will be cold. — Fine, I*’ll** bring a jacket.*

going to — der Plan steht schon, oder die Anzeichen liegen vor dir:

I*’m going to** repaint the kitchen.* — früher entschieden. Look at those clouds. It*’s going to** rain.* — die Anzeichen sind sichtbar.

In den meisten Sätzen versteht man beides. Am klarsten ist der Unterschied bei einer spontanen Entscheidung, wo nur will funktioniert.

Present Continuous für Verabredungen

Eine dritte Möglichkeit deckt Pläne ab, die mit jemandem schon festgemacht sind:

We are meeting the supplier at four.

Es gibt also drei Zukunftsformen, und sie teilen sich so auf: will für den Gedanken jetzt, going to für die Absicht, das Present Continuous für die Verabredung.

Das Verb nach will verändert sich nie

Eine Form für jedes Subjekt, kein -s, kein -ed, kein to:

I will go. She will go. They will go.

Nach when und if steht das Präsens

Das erwischt fast alle. In einem Nebensatz mit when, if, as soon as, until, before, after steht im Englischen das Präsens, obwohl die Bedeutung Zukunft ist:

I’ll call you when I arrive. — nicht when I will arrive. If it rains, we’ll stay in. — nicht if it will rain.

Will bleibt nur im Hauptsatz.

Wo es für Deutschsprachige schiefgeht

«will» ist der bekannteste falsche Freund zwischen den beiden Sprachen. Deutsch ich will heißt I want. Englisch I will heißt ich werde. Die beiden Wörter sind verwandt, haben sich aber auseinanderentwickelt, und I will a coffee ist der Satz, an dem man deutsche Anfänger sofort erkennt. Die Zuordnung:

DeutschEnglisch
ich willI want
ich werdeI will

«werden» hat im Englischen drei verschiedene Wörter. Das deutsche werden macht drei Jobs, die Englisch trennt:

It will cold und It becomes delivered kommen beide aus dieser Vermischung.

Dafür hast du die when-Regel schon. Der dritte Fehler oben ist für dich untypisch, weil Deutsch dort ebenfalls das Präsens nimmt: «Wenn ich ihn sehe, frage ich ihn», «Wenn es regnet, bleiben wir zu Hause». Englisch macht genau dasselbe. Wer Englisch über eine romanische Sprache lernt, muss das lernen; du nicht.

«Sollen wir?» ist genau Shall we? «Soll ich das Fenster öffnen?» → Shall I open the window?, «Sollen wir gehen?» → Shall we go?. Dieselbe Wurzel, dieselbe Verwendung. Das ist die eine Stelle, an der shall im heutigen Englisch noch alltäglich ist.

Deutsch nimmt für die Zukunft meist das Präsens. «Morgen rufe ich an» ist normaler als «Morgen werde ich anrufen». Englisch kann das nicht: Tomorrow I call ist falsch. Es braucht I’ll call, I’m going to call oder I’m calling. Deshalb benutzen deutsche Lernende alle drei Zukunftsformen zu selten.

Und die Grundform nach will ist deine. «Er wird kommen» hat auch im Deutschen den reinen Infinitiv. Die ersten zwei Fehler oben sind für dich selten.

Alle Formen

SubjektBejahtVerneintFrage
jedes Subjektwill gowon't goWill you go?
KurzformI'll go——

Fehler, die du vermeiden solltest

Falsch: She will to call you. richtig: She will call you.

Nach will kommt die Grundform, ohne to.

Falsch: He will goes tomorrow. richtig: He will go tomorrow.

Will verändert sich nie und lässt das Verb kein -s nehmen.

Falsch: When I will see him, I'll ask. richtig: When I see him, I'll ask.

Nach when, if, as soon as, until und before steht im Englischen das Präsens, auch wenn es um die Zukunft geht.