Passiv in der Vergangenheit: bejaht, verneint, Fragen
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Was oder were mit der dritten Form. Die Zeitform von Berichten, Geschichte und Nachrichten.
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Eine Entscheidung, dann die dritte Form
Was für ein Subjekt im Singular, were für eines im Plural. Alles Weitere ist die dritte Form des Verbs, und die ändert sich nie.
The window was broken. The windows were broken.
Wie im Präsens gleicht sich das Verb an das an, womit etwas gemacht wurde, nicht an den, der es tat:
The letters were written by one clerk.
Die drei Satzarten
- The road was closed for two days.
- The road wasn’t closed until Tuesday.
- Was the road closed all week?
Nirgends ein did. Das Hilfsverb ist schon da.
Wo du es antriffst
Das ist die Standardzeitform von Nachrichten und Geschichtsschreibung:
- Two men were arrested at the scene.
- The bridge was destroyed during the war.
- The decision was taken without consultation.
Der Nutzen liegt darin, dass du sagen kannst, was passiert ist, wenn du nicht weißt — oder nicht sagen willst —, wer verantwortlich war. Genau darum lohnt es sich, solche Sätze kritisch zu lesen: mistakes were made ist ein vollständiger Satz, in dem niemand vorkommt.
Die Verlaufsform
Für etwas, das zu einem vergangenen Zeitpunkt im Gang war, kommt being dazu:
The house was being renovated when we saw it.
Drei Wörter in dieser Reihenfolge: was, being, dritte Form.
was born
Geburt ist im Englischen immer Passiv und immer mit was oder were:
He was born in 1987. — nie he born und nie he is born.
Wo es für Deutschsprachige schiefgeht
Die drei Stämme hast du schon. Deutsch unterscheidet schreiben – schrieb – geschrieben genau so, wie Englisch write – wrote – written unterscheidet, und viele Verben sind miteinander verwandt. Dass das Passiv die dritte Form braucht und nicht die zweite, ist für dich also keine neue Idee: «wurde geschrieben», nicht «wurde schrieb». Deshalb ist was wrote bei deutschen Lernenden seltener als bei fast allen anderen.
«Ich bin 1987 geboren» ist der Fehler, der am häufigsten durchkommt. Deutsch bildet das mit sein, Englisch mit was: I was born in 1987. I am born heißt im Englischen nichts, und I born ist kein Satz. Das gilt für jede Person: she was born, they were born.
«war» und «wurde» sind beide was — und trennen doch zwei Bedeutungen. Hier liegt dieselbe Falle wie im Präsens, nur schwerer zu sehen:
- «Das Zimmer war nicht sauber» → The room wasn’t clean
- «Das Zimmer wurde nicht geputzt» → The room wasn’t cleaned
Beide englischen Sätze sind richtig und bedeuten Verschiedenes. Übersetze also nicht «war», sondern prüfe, ob du einen Zustand oder einen Vorgang meinst.
«wurde gerade» braucht was being. «Das Haus wurde renoviert, als wir es sahen» deckt im Deutschen beides ab: den Vorgang in dem Moment und die Tatsache überhaupt. Englisch trennt: was being renovated war in dem Moment im Gang, was renovated ist die abgeschlossene Tatsache. Deutsche Lernende lassen being fast immer weg.
Das unpersönliche Passiv gibt es im Englischen nicht. Deutsch kann Verben ohne Objekt ins Passiv setzen: «Es wurde getanzt», «Hier wird nicht geraucht». Englisch kann das nicht, weil nur Verben mit Objekt ein Passiv haben. Die Entsprechungen sind andere Bauarten: There was dancing, Smoking is not allowed here. Wer wörtlich übersetzt, landet bei It was danced, was keinen Sinn ergibt.
Alle Formen
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| bejaht | was built | were built |
| verneint | wasn't built | weren't built |
| Frage | Was it built? | Were they built? |
Fehler, die du vermeiden solltest
Falsch: The house was build in 1902. richtig: The house was built in 1902.
Das Passiv nimmt die dritte Form, und die dritte Form von build ist built.
Falsch: Did the letters were sent? richtig: Were the letters sent?
Das Passiv hat schon ein Hilfsverb. Did tritt nie zu was oder were.
Falsch: The paintings was stolen. richtig: The paintings were stolen.
Paintings ist Plural.