Die indirekte Rede im Englischen
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Sagen, was jemand gesagt hat, ohne ihn zu zitieren. Drei Dinge verschieben sich: die Zeitform, die Pronomen und die Zeitangaben.
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Die drei Verschiebungen
Wenn das einleitende Verb in der Vergangenheit steht — said, told, asked —, bewegen sich drei Dinge:
1. Die Zeitform geht einen Schritt zurück.
Präsens → Vergangenheit, Vergangenheit → Past Perfect, will → would, can → could, may → might, must → had to.
“I am busy.” → She said she was busy.
Das Past Perfect kann nicht weiter zurück und bleibt deshalb stehen: “I had finished.” → He said he had finished.
2. Die Pronomen passen sich dem neuen Sprecher an.
"I lost my keys." → He said he had lost his keys.
Das vergisst man leicht, und es entstehen Sätze ohne Sinn: He said that he painted in my free time.
3. Die Zeit- und Ortsangaben wandern mit.
| direkt | indirekt |
|---|---|
| now | then |
| today | that day |
| tomorrow | the next day |
| yesterday | the day before |
| last week | the week before |
| here | there |
| this | that |
say oder tell
Der häufigste Fehler im ganzen Thema:
- tell braucht eine Person: He told me that…
- say nimmt keine zu sich: He said that…
He said me ist falsch. He told that ist falsch. Wenn du bei say den Zuhörer nennen willst, brauchst du to: He said to me that…
that ist freiwillig
Beides ist richtig, und im Gespräch lässt man es meist weg:
She said that she was leaving. / She said she was leaving.
Wann sich die Zeitform nicht verschiebt
Zwei Fälle, in denen das Präsens stehen bleiben darf:
- das einleitende Verb steht im Präsens: She says she is busy.
- die Aussage stimmt noch: He told me the shop opens at nine.
Die verschobene Fassung ist nie falsch — im Zweifel also verschieben.
Indirekte Fragen
Zwei Änderungen, und beide zählen:
- die Wortstellung geht zurück zu Subjekt, dann Verb
- do, does und did verschwinden
“Where do you live?” → He asked where I lived.
Bei einer Ja-Nein-Frage kommt if oder whether dazu:
"Are you coming?" → She asked if I was coming.
Indirekte Aufforderungen und Bitten
Überhaupt keine Zeitverschiebung. Das Verb wird zum Infinitiv mit to:
“Sit down.” → He told me to sit down. “Don’t touch it.” → She told me not to touch it. “Please wait.” → He asked me to wait.
Wo es für Deutschsprachige schiefgeht
Deutsch und Englisch lösen dieselbe Aufgabe mit völlig verschiedenen Mitteln, und das macht dieses Thema zu einem der schwierigsten für deutsche Lernende.
Deutsch verschiebt nicht die Zeit, sondern den Modus. «Er sagte, er sei müde» benutzt den Konjunktiv I. Das Verb bleibt in der Gegenwart und wechselt nur die Form. Englisch hat dieses Mittel nicht und markiert die indirekte Rede stattdessen mit der Zeitform: He said he was tired. Weil du im Deutschen nichts zurückschiebst, fehlt dir der Reflex völlig — und genau daraus entsteht She said that she is tired, der erste Fehler in der Liste oben.
Noch verlockender ist die gesprochene deutsche Variante, die den Indikativ nimmt: «Er hat gesagt, dass er müde ist». Die lässt sich Wort für Wort übersetzen, und das Ergebnis ist falsch.
Es gibt im Deutschen keinen Schritt zum Past Perfect. «Er sagte, er habe das Buch gelesen» bleibt eine Form. Englisch braucht zwei Schritte: read → had read. Dass Vergangenheit zu Past Perfect wird, ist für dich reine Neuausstattung, nicht Übertragung.
«jemandem sagen» ist der Grund für said me. Im Deutschen nimmt sagen den Dativ direkt: «Er sagte mir, dass…». Übersetzt ergibt das He said me that…, und dieser Fehler hält sich bei deutschen Lernenden sehr lange. Die Zuordnung, die hilft:
- «jemandem sagen» → to tell someone
- «sagen, dass» (ohne Person) → to say that
- «zu jemandem sagen» → to say to someone
Das Verb darf nicht ans Ende. Deutsch schickt im dass-Satz das Verb hinten hin: «Er sagte, dass er müde war». Englisch behält Subjekt-Verb-Rest: He said that he was tired. Und weil that im Englischen wegfallen kann, dass im Deutschen aber meistens nicht, fühlt sich die englische Fassung ohne that zunächst unvollständig an. Sie ist die normale.
Bei den indirekten Fragen bist du im Vorteil. Deutsch dreht in der indirekten Frage ebenfalls nicht um — «Er fragte, wo ich wohne», nicht «wo wohne ich» — und Deutsch hat gar kein do. Beides musst du also nicht erst lernen: He asked where I lived folgt deinem Gefühl. Achte nur darauf, dass das Verb auch hier nicht ans Ende rutscht. Und ob entspricht genau if oder whether.
Aufforderungen sind ebenfalls einfacher, als sie aussehen. Deutsch kennt neben «Er sagte mir, ich solle mich setzen» auch «Er bat mich, zu warten» — und diese zweite Form ist genau der englische Bau: He asked me to wait. Für das verneinte Kommando gilt dasselbe mit not vor to: He told me not to touch it.
Alle Formen
| Direkte Rede | Indirekte Rede |
|---|---|
| I work here. | He said he worked there. |
| I am working. | He said he was working. |
| I worked late. | He said he had worked late. |
| I have finished. | He said he had finished. |
| I will call. | He said he would call. |
| I can swim. | He said he could swim. |
| I may come. | He said he might come. |
| I must go. | He said he had to go. |
Fehler, die du vermeiden solltest
Falsch: She said that she is tired. richtig: She said that she was tired.
Nach einem einleitenden Verb in der Vergangenheit geht die Zeitform einen Schritt zurück.
Falsch: He asked me where do I live. richtig: He asked me where I lived.
Eine indirekte Frage hat normale Wortstellung und kein do.
Falsch: She said me that she was late. richtig: She told me that she was late.
Say nimmt keine Person direkt zu sich. Tell schon.